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Interviewer und Interviewter: Die Unterschiede

Sie möchten wissen, was ein Interviewer und ein Interviewter sind? Wir erklären es Ihnen hier.

Bei einem Vorstellungsgespräch gibt es immer mindestens eine interviewende Person und eine bewerbende Person.

Jede Rolle hat ihre eigenen Verantwortlichkeiten, Ziele und Anforderungen, die Sie kennen sollten.

In diesem Artikel beleuchten wir die Unterschiede zwischen Interviewern und Bewerbern, heben die Eigenschaften hervor, die beide erfolgreich machen, und erklären, wie man Vorstellungsgespräche richtig führt.

Was ist ein Bewerber

In einem Vorstellungsgespräch ist der Bewerber die Person, die gegenüber sitzt und Fragen beantwortet. Es handelt sich um den Kandidaten, der seine Fähigkeiten unter Beweis stellen und den Interviewer davon überzeugen möchte, dass er die richtige Besetzung für die Stelle ist.

Als Bewerber ist es Ihr Ziel, Informationen zu liefern, die genau das abdecken, wonach der Arbeitgeber sucht. Betrachten Sie sich als Geschichtenerzähler – Sie müssen auf fesselnde Weise erklären, wer Sie sind und was Sie mitbringen.

Was ist ein Interviewer

Der Interviewer ist die Person, die das Vorstellungsgespräch leitet. Als Vertreter des Unternehmens liegt es in seiner Verantwortung, auf Basis der verfügbaren Talente die bestmögliche Einstellungsentscheidung zu treffen.

Seine Aufgabe ist es, Fragen zu stellen, Antworten zu bewerten und festzustellen, ob der Kandidat gut zur Stelle und zum Unternehmen passt.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Interviewer und Bewerber

Der Hauptunterschied zwischen einem Interviewer und einem Bewerber liegt in ihren Rollen während des Gesprächs. Der Interviewer stellt die Fragen, während der Bewerber sie beantwortet. Ihre Ziele, Verantwortlichkeiten und Herangehensweisen unterscheiden sich jedoch grundlegend:

  • Rolle und Zielsetzung: Die Rolle des Interviewers besteht darin, zu beurteilen und zu bewerten, während der Bewerber seine Fähigkeiten und Erfahrungen präsentieren soll. Das Ziel des Interviewers ist es, genügend Informationen zu sammeln, um zu entscheiden, ob der Kandidat für die Stelle geeignet ist. Im Gegensatz dazu möchte der Bewerber vermitteln, warum er der ideale Kandidat für die Position ist.
  • Vorbereitung: Sowohl der Interviewer als auch der Bewerber müssen sich gründlich vorbereiten, jedoch mit unterschiedlichem Fokus. Der Interviewer muss Fragen vorbereiten, die Anforderungen der Stelle verstehen und sich mit dem Lebenslauf des Kandidaten vertraut machen. Der Bewerber hingegen muss das Unternehmen recherchieren, die Rolle verstehen und mögliche Antworten üben.
  • Gesprächsführung: Der Interviewer leitet und steuert den Gesprächsverlauf. Er entscheidet, welche Themen behandelt werden, wann zum nächsten Punkt übergegangen wird und wie das Gespräch geführt wird, um die benötigten Informationen zu erhalten. Der Bewerber folgt der Führung des Interviewers und konzentriert sich darauf, aufschlussreiche und relevante Antworten zu geben.
  • Bewertung vs. Präsentation: Der Interviewer nimmt eine bewertende Position ein. Er prüft, ob der Kandidat hinsichtlich Fähigkeiten, kultureller Passung und Einstellung geeignet ist. Der Bewerber befindet sich in einer präsentierenden Position. Er stellt seine Qualifikationen vor, teilt seine Erfahrungen und argumentiert, warum er für die Rolle ausgewählt werden sollte.

Gute Interviewer vs. gute Interviewpartner

Ein guter Interviewer und ein guter Interviewpartner zeichnen sich jeweils durch bestimmte Eigenschaften aus, die zu einem erfolgreichen Gespräch beitragen:

Eigenschaften eines guten Interviewers:

  • Vorbereitung: Ein guter Interviewer erscheint bestens vorbereitet zum Gespräch. Er kennt die Stelle, hat den Lebenslauf des Kandidaten gelesen und relevante Fragen vorbereitet. Diese Vorbereitung sorgt für einen reibungslosen Ablauf und ermöglicht es, den Kandidaten effektiv zu beurteilen.
  • Aktives Zuhören: Gute Interviewer sind exzellente Zuhörer. Sie folgen nicht starr einem Skript, sondern hören aufmerksam zu und stellen Rückfragen, um tiefer in wichtige Punkte einzutauchen. So lassen sich detailliertere und aufschlussreichere Informationen über den Kandidaten gewinnen.
  • Objektivität: Ein guter Interviewer bleibt während des gesamten Prozesses fair und unvoreingenommen. Er vermeidet vorschnelle Urteile und bewertet jeden Kandidaten objektiv anhand seiner Fähigkeiten, Erfahrungen und der Eignung für die Position.
  • Eine angenehme Atmosphäre schaffen: Es ist entscheidend, dass sich der Interviewpartner wohlfühlt. Ein guter Interviewer weiß, wie er eine Umgebung schafft, in der sich Kandidaten öffnen und authentisch zeigen können. Dazu gehören ein freundliches Auftreten, eine offene Körpersprache und ein zugänglicher Tonfall.

Eigenschaften eines guten Interviewpartners:

  • Gründliche Vorbereitung: Ein guter Interviewpartner nimmt sich die Zeit, das Unternehmen zu recherchieren und die ausgeschriebene Stelle zu verstehen. Er antizipiert mögliche Fragen und übt seine Antworten, wobei er sich besonders darauf konzentriert, wie er einen Mehrwert für das Unternehmen bieten kann.
  • Klare Kommunikation: Gute Interviewpartner kommunizieren ihre Gedanken klar und prägnant. Sie wissen, wie sie ihre Erfahrungen effektiv präsentieren können, und nutzen Methoden wie die STAR-Technik, um strukturierte Antworten zu geben, die ihre Fähigkeiten und Erfolge unterstreichen.
  • Enthusiasmus und Authentizität: Ein guter Bewerber zeigt Begeisterung für die Stelle und das Unternehmen. Er bringt echtes Interesse zum Ausdruck und antwortet authentisch. So hebt er sich von anderen ab – als jemand, der nicht nur die nötigen Fähigkeiten mitbringt, sondern die Chance auch wirklich nutzen möchte.
  • Anpassungsfähigkeit: Vorstellungsgespräche können unerwartete Wendungen nehmen, und gute Bewerber wissen, wie sie damit umgehen. Ob es darum geht, eine schwierige Frage zu meistern oder sich auf ein neues Thema einzustellen – sie bleiben gelassen und antworten wohlüberlegt.

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